Warum Hähne nicht von ihrem Krähen taub werden

Es gibt einen Grund, warum eine Hahnkrähe die Farm aus dem Schlaf einer Nacht weckt: Es kann ein sehr, sehr lautes Geräusch sein. Es ist so laut, dass man sich fragen muss, wie Hähne ihr Gehör nicht verlieren.

Genau das haben sich Forscher der Universität Antwerpen und der Universität Gent in Belgien gefragt, als sie diese Studie in der Zeitschrift Zoology durchgeführt haben. Das Geheimnis? Hähne können sich nicht wirklich selbst hören.

Eine Krähe nur für deine Ohren

Unsere Ohren sind empfindlich. Ein Geräusch, das lauter als 120 Dezibel ist - was ungefähr dem Geräusch einer Kettensäge entspricht - kann zu dauerhaftem Hörverlust führen. Die Luftdruckwellen des Geräusches können bei längerer Exposition die Zellen schädigen oder sogar töten, die Schallwellen in Geräusche umwandeln, die unser Gehirn verarbeiten kann. Bei 130 Dezibel ist nur eine halbe Sekunde erforderlich, um ein wenig Gehörschaden zu verursachen.

Angesichts der Tatsache, dass Hähne mindestens 100 Dezibel oder den Dezibelpegel eines Presslufthammers krähen können, würde man erwarten, dass sie im Laufe ihres Lebens ein gewisses Maß an Taubheit erfahren. Stattdessen hören sie weiterhin gut - und begrüßen den neuen Tag mit einem lauten Schrei.

Um herauszufinden, wie laut die Hähne wurden und wie sie ihr Gehör halten konnten, befestigten die Forscher Mikrofone an den Köpfen von drei Hähnen, wobei das Empfangsende auf ihre Ohren zeigte. Dies wurde durchgeführt, um die Schallpegel zu messen, die die Hähne selbst hören würden, wenn sie krähen. Die Krähen wurden auch aus der Ferne gemessen. Eine weitere Messung wurde durchgeführt: Die Forscher führten Mikro-CT-Scans an Hähnen und Hühnern durch, um die Geometrie der Geräusche in ihren jeweiligen Gehörgängen zu bestimmen.

Die Dezibelwerte lagen alle über 100 Dezibel, was bedeutet, dass sie laut genug sind, um möglicherweise Schaden zu verursachen. Ein Hahn erreichte sogar 140 Dezibel oder den Schallpegel auf einem Flugzeugträgerdeck und war leicht laut genug, um Schaden zu verursachen.

Es stellt sich heraus, dass Hähne sich mit einer anatomischen Anpassung vor ihren eigenen Krähen schützen. Wenn sie ihre Schnäbel vollständig öffnen, schließt sich ein Viertel des Gehörgangs und Weichgewebe bedeckt 50 Prozent des Trommelfells. Grundsätzlich haben sie eingebaute Ohrstöpsel, die sie vor ihren eigenen Geräuschen schützen. Hühner sind ebenfalls geschützt. Wie Hähne schließen sich auch die Gehörgänge der Hühner, aber nicht so sehr wie die ihrer männlichen Kollegen.

Diese eingebaute Schutzfähigkeit ist aus evolutionärer Sicht sinnvoll. Das Krähen warnt auch andere Hähne, dass für diese bestimmte Gruppe von Hühnern gesprochen wird - so herrschen Superlative. Der lauteste Hahn würde am Ende als der geeignetste angesehen werden, sich mit den Hühnern zu paaren.

Ähnlicher Artikel