Ja, deine Katze ignoriert dich wirklich

Wenn Sie jemals vermutet haben, dass Ihr Katzenfreund Ihnen nicht zuhört, haben Sie größtenteils Recht - aber nur bis zu einem gewissen Punkt. Die Studien zeigen, dass die ganze Wahrheit etwas schmerzhafter ist.

Japanische Forscher wollten wissen, ob Katzen ihre Namen erkennen können, und testeten die Katzen mit verschiedenen menschlichen Anrufen, einschließlich der eigenen Namen der Katzen, der allgemeinen Substantive und der Namen anderer Katzen, die im selben Haushalt lebten.

Die in Scientific Reports veröffentlichte Studie zeigt, dass Hauskatzen ihre Namen von allgemeinen Substantiven und den Namen anderer Katzen im Haus unterscheiden können - aber es ist unwahrscheinlich, dass sie darauf reagieren. Die Forschung wurde hauptsächlich im Labor von Professor Toshikazu Hasegawa von der Universität Tokio mit Atsuko Saito, Ph.D., Hauptautor des Forschungspapiers, durchgeführt, der laut EurekaAlert Associate Professor an der Sophia University in Tokio ist. Diese Theorie haben sie auch in einem Katzencafé getestet.

Ihr Ziel dabei war nicht, dass sich Katzenbesitzer schlecht fühlen, sondern dass Katzen menschliche Stimmen verstehen - und das tun sie auch. Affen, Delfine, Papageien und Hunde haben bewiesen, dass auch sie einige von Menschen gesprochene Wörter verstehen, aber wie jeder Katzenbesitzer weiß, tun Katzen Dinge einfach auf ihre eigene Weise.

"Im Vergleich zu diesen anderen Arten sind Katzen nicht so sozial. Katzen interagieren mit uns, wenn sie wollen", sagte Saito.

Ich kann dich nicht hören

Du sprichst mit mir? (Foto: DavidTB / Shutterstock)

Frühere Untersuchungen von Mitgliedern desselben Forschungsteams ergaben, dass Hauskatzen die Stimmen ihres Besitzers erkennen, aber das Ergebnis ist dasselbe: Die Katzen ignorieren normalerweise die Anrufe.

Wissenschaftler beobachteten acht Monate lang 20 domestizierte Katzen in ihren Häusern, um zu überwachen, wie die Tiere verschiedene Stimmen erkannten und darauf reagierten - sowohl die Stimmen von Fremden als auch die Besitzer der Katzen - und die Namen der Katzen riefen.

Die in Animal Cognition veröffentlichte Studie ergab, dass 50 bis 70 Prozent der Katzen bei dem Geräusch den Kopf drehten und 30 Prozent die Ohren bewegten, typische Reaktionen auf das Hören eines Geräusches.

Nur 10 Prozent der Katzen reagierten darauf, dass sie gerufen wurden, indem sie miauten oder ihre Schwänze bewegten.

Mit anderen Worten, Ihre Katze hört Sie, wenn Sie anrufen - es ist ihm einfach nicht wichtig genug, dies zu bestätigen.

Die Rücklaufquoten waren ähnlich, unabhängig davon, ob die Katzen von Fremden oder ihrem Besitzer angerufen wurden.

Die Katzen reagierten jedoch "intensiver" auf die Stimme ihres Besitzers, was darauf hinweist, dass die Tiere eine besondere Beziehung zu den Menschen haben, die sie kennen.

Auf der positiven Seite ist es eine evolutionäre Sache

Die europäische Wildkatze (Felis silvestris) und andere Katzen hatten vor etwa 10 bis 15 Millionen Jahren einen gemeinsamen Vorfahren. (Foto: Aconcagua [CC BY-SA 3.0] / Wikimedia Commons)

Die Studie legt nahe, dass das nicht reagierende Verhalten von Katzen in der Evolution des Tieres begründet sein könnte.

Der gemeinsame Vorfahr der modernen Hauskatzen war Felis silvestris, eine Wildkatzenart, die vor 9.000 Jahren mit Menschen in Kontakt kam. Als die Menschen begannen, das Land zu bewirtschaften, zogen die Katzen ein, um Nagetiere zu jagen, die von Feldfrüchten angezogen wurden.

Wie die Autoren der Studie schreiben, haben sich Katzen im Wesentlichen "selbst domestiziert".

"Historisch gesehen wurden Katzen im Gegensatz zu Hunden nicht domestiziert, um den Anweisungen des Menschen zu gehorchen. Sie scheinen vielmehr die Initiative in der Mensch-Katze-Interaktion zu ergreifen", heißt es in der Zeitung.

Während Hunde über Tausende von Jahren gezüchtet wurden, um auf Befehle zu reagieren, sagten die Autoren, dass Katzen nie lernen mussten, menschlichen Befehlen zu gehorchen.

Die Studie stellt ferner fest, dass "Hunde von ihren Besitzern als liebevoller als Katzen wahrgenommen werden, Hundebesitzer und Katzenbesitzer sich jedoch nicht signifikant in ihrem gemeldeten Bindungsgrad an ihre Haustiere unterscheiden".

Die Autoren schließen ihre Arbeit humorvoll mit der Feststellung, dass sie nicht sicher sind, warum Katzenliebhaber ihre gleichgültigen Katzen so sehr lieben.

"Der Verhaltensaspekt von Katzen, der dazu führt, dass sich ihre Besitzer an sie binden, ist noch unbestimmt", schreiben sie.

Anmerkung des Herausgebers: Diese Geschichte wurde seit ihrer Erstveröffentlichung im Dezember 2013 mit neuen Informationen aktualisiert.

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