Die geheime Jagdwaffe des Rotfuchses enthüllt

Der anpassungsfähige Rotfuchs kommt auf der gesamten Nordhalbkugel vor und gilt als der am weitesten verbreitete Fleischfresser der Welt.

Aber während es in vielen Teilen der Welt alltäglich ist, hat der Rotfuchs eine Fähigkeit, die alles andere als gewöhnlich ist: Er nutzt das Magnetfeld der Erde, um zu jagen.

Rotfüchse ernähren sich hauptsächlich von kleinen Nagetieren und können im Gegensatz zu den meisten Säugetieren niederfrequente Geräusche sehr gut hören. Wenn ein Fuchs jagt, hört er aufmerksam zu und kann winzige Geräusche wahrnehmen - einschließlich des Geräusches einer Wühlmaus, die unter 3 Fuß Schnee huscht.

Selbst wenn seine Beute außer Sichtweite ist, kann der Fuchs den genauen Standort des Tieres bestimmen. Es springt dann in die Luft und schlägt von oben zu, eine Technik, die als Mauser bekannt ist.

Wissenschaftler glauben jedoch nicht, dass diese erstaunliche Fähigkeit allein auf das außergewöhnliche Gehör des Fuchses zurückzuführen ist.

Jaroslav Červený studierte zwei Jahre lang Rotfüchse in der Tschechischen Republik, und sein Team beobachtete, wie 84 Füchse fast 600 Maussprünge ausführten.

Sie entdeckten, dass sich die Tiere größtenteils in nordöstlicher Richtung stürzten und eher töteten, wenn sie entlang dieser Achse sprangen - selbst wenn die Beute vom Schnee verdeckt wurde.

Als sie sich nach Nordosten stürzten, töteten die Füchse bei 73 Prozent ihrer Angriffe. Wenn sie in die entgegengesetzte Richtung sprangen, lag die Erfolgsquote bei 60 Prozent. In allen anderen Richtungen führten nur 18 Prozent der Sprünge zu einem Kill.

Červený vermutete, dass die Füchse ihr empfindliches Gehör und das Erdmagnetfeld nutzten, um ihre Flugbahn zu zeichnen.

Er beschrieb die Füchse als "Entfernungsmesser". Während ein Fuchs dem Klang seiner unsichtbaren Beute folgt, sucht er nach dem Sweet Spot, an dem der Winkel des Schalls mit der Neigung des Magnetfelds des Planeten übereinstimmt.

Wenn der Fuchs diesen Punkt findet, kennt er die genaue Entfernung von seiner Beute und kann genau berechnen, wie weit er springen muss, um ihn zu fangen.

Wenn Wissenschaftler Recht haben, ist der Rotfuchs das erste Tier, von dem bekannt ist, dass es einen magnetischen Sinn für die Jagd verwendet, und das erste, das das Magnetfeld des Planeten verwendet, um die Entfernung abzuschätzen.

Viele Tiere - einschließlich Vögel, Haie, Ameisen und Kühe - können Magnetfelder wahrnehmen, aber sie nutzen diese Fähigkeit, um Richtung oder Position zu bestimmen.

Während Wissenschaftler nicht genau wissen, wie der magnetische Sinn eines Fuchses funktioniert, hat Hynek Burda von der Universität Duisburg-Essen in Deutschland eine Hypothese.

Er schlägt vor, dass ein Rotfuchs einen Ring aus "Schatten" auf seiner Netzhaut sehen könnte, der sich in Richtung magnetischer Norden verdunkelt. Wie bei einem normalen Schatten scheint es immer die gleiche Entfernung zu sein.

Burda sagt, dass ein Fuchs, der ein Nagetier verfolgt, sich vorwärts bewegt, bis der Schatten mit den Geräuschen seiner Beute übereinstimmt. Wenn alles ausgerichtet ist, kennt der Fuchs die genaue Position seines Ziels und springt.

Sehen Sie sich einige unglaubliche Aufnahmen einer Rotfuchsjagd in South Dakota an und sehen Sie diese außergewöhnliche Fähigkeit in Aktion.

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