Das Geheimnis der Ausrichtung der Pyramiden wurde schließlich durch einen einfachen Schattentrick gelöst

Die Forscher sind seit langem verblüfft darüber, wie die 4.500 Jahre alten Pyramiden von Gizeh ohne den Einsatz moderner Technologie mit solch komplizierter Präzision gebaut werden könnten. Zum Beispiel hat eines der größten Geheimnisse der Pyramiden mit der bemerkenswerten Ausrichtung der Großen Pyramide von Gizeh zu tun, die fast perfekt entlang der Kardinalpunkte ausgerichtet ist: Nord-Süd-Ost-West. Bauherren müssten heute wahrscheinlich Computer, Blaupausen und vielleicht sogar Drohnen verwenden, um eine solche Präzision zu erreichen.

"Die Erbauer der Großen Pyramide von Khufu richteten das große Denkmal mit einer Genauigkeit von mehr als vier Bogenminuten oder einem Fünfzehntel eines Grades auf die Kardinalpunkte aus", schrieb der Archäologe Glen Dash in einer im Journal of veröffentlichten Studie Alte ägyptische Architektur.

Es ist beeindruckend, nahezu perfekt. Aber wie Dash auch betont, nicht gerade perfekt. Tatsächlich sind die Ausrichtungen der Pyramiden verdächtig genau gleich stark fehlerhaft. "Alle drei Pyramiden weisen die gleiche Art von Fehler auf. Sie werden von den Kardinalpunkten aus leicht gegen den Uhrzeigersinn gedreht", fügte er hinzu.

Und dieser konsequente Fehler, so glaubt Dash, könnte nur den Hinweis liefern, der schließlich das Rätsel löst, wie diese Ausrichtungen vorgenommen wurden. Tatsächlich haben er und sein Team eine Methode entwickelt, mit der die gleiche Präzision - und bezeichnenderweise der gleiche Fehlergrad - erreicht werden kann, die in den Pyramiden nur mit einem einfachen Stab-Schatten-Trick zu finden ist.

Die Methode, bei der nur ein Stab und eine Schnur verwendet werden, basiert auf den Schatten, die während des herbstlichen Äquinoktiums erzeugt werden, dem Moment, in dem die Ebene des Erdäquators durch das Zentrum der Sonnenscheibe verläuft. Die folgende Abbildung zeigt, wie es funktioniert:

Die gezeigte Schattenlinie ist typisch für die im Sommer gebildete. Im Winter krümmt sich die Schattenlinie vom vertikalen Stab weg. (Foto: Wilma Wetterstrom)

Die Tagundnachtgleiche ist wichtig, da dann die Spitze des Schattens in einer geraden Linie und nahezu perfekt von Ost nach West verläuft. Auch hier ist es nicht gerade perfekt; Diese Methode erzeugt einen Fehler, der leicht gegen den Uhrzeigersinn verläuft - genau wie bei der Ausrichtung der Pyramiden.

Und so muss das, was Forscher seit langem angenommen haben, für die alten Ägypter eine immens komplizierte technische Leistung gewesen sein, die vielleicht doch nicht so kompliziert war. Es ist jedoch immer noch ziemlich genial in seiner Einfachheit.

Natürlich ist es derzeit nicht möglich, definitiv zu beweisen, dass dies die Methode der Ägypter war, aber es ist sicherlich eine überzeugende Demonstration. Es zeigt, dass wir selbst bei unseren kompliziertesten Rätseln die einfachsten Lösungen nicht übersehen sollten.

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