Costa Rica hat in den letzten 30 Jahren seine Waldfläche verdoppelt

Costa Rica hat sich lange Zeit der Umwelt verschrieben und wurde oft dafür gelobt, dass es Fortschritte in Bezug auf Nachhaltigkeit, biologische Vielfalt und andere Schutzmaßnahmen erzielt hat. Die jüngste Schlagzeile lautet, dass Costa Rica plant, fossile Brennstoffe bis 2050 loszuwerden.

In einem Interview mit der New York Times sagt die First Lady des Landes, die Stadtplanerin Claudia Dobles, dass das Erreichen dieses Ziels ein „Gefühl der Negativität und des Chaos“ angesichts der globalen Erwärmung bekämpfen würde. "Wir müssen anfangen, Antworten zu geben."

Obwohl das Ziel ein großes zu sein scheint, hat das winzige Land voller Regenwälder bereits beeindruckende Fortschritte gemacht. Insbesondere nach Jahrzehnten der Entwaldung hat Costa Rica in den letzten 30 Jahren seine Baumbedeckung verdoppelt. Jetzt ist die Hälfte der Landfläche des Landes mit Bäumen bedeckt. Diese Waldbedeckung kann eine große Menge Kohlendioxid aus der Atmosphäre aufnehmen.

Obwohl die Geschichte von Costa Ricas Baumbestand eine Art Achterbahnfahrt ist, ist sie jetzt definitiv auf einem positiven Aufstieg. In den 1940er Jahren waren nach Angaben der Universität der Vereinten Nationen mehr als drei Viertel des Landes hauptsächlich von tropischen Regenwäldern und anderen einheimischen Wäldern bedeckt. Umfangreiche, unkontrollierte Abholzung führte jedoch zu schwerer Entwaldung. Bis 1983 hatten nur 26% des Landes Waldfläche. Durch die fortgesetzte Umweltorientierung der politischen Entscheidungsträger ist die Waldbedeckung heute auf 52% gestiegen, was dem doppelten Niveau von 1983 entspricht.

Der costaricanische Präsident Carlos Alvarado hat die Klimakrise als "die größte Aufgabe unserer Generation" bezeichnet. Er und andere Führer Costa Ricas hoffen, dass sie andere Nationen dazu anspornen können, ihrem Beispiel zu folgen.

Robert Blasiak, ein wissenschaftlicher Mitarbeiter an der Universität von Tokio, sagt: "Ein genauerer Blick auf das, was Costa Rica in den letzten 30 Jahren erreicht hat, ist möglicherweise nur der Anstoß, um echte Veränderungen auf globaler Ebene voranzutreiben."

Ähnlicher Artikel