Ausgestorbene Vögel schlüpfen in Smithsonian

Der Eisvogel von Guam ist ein interessanter Vogel. Es ist bekannt für einen ausgeprägten, lauten Ruf und eine aggressive Natur bei der Verteidigung seines Nistgebiets. Der Vogel macht sein Nest, indem er beim Fliegen immer wieder mit dem Schnabel gegen einen Baum stößt.

Früher nur auf der Insel Guam zu finden, ist der hell gefiederte Vogel heute in freier Wildbahn ausgestorben und eine der am stärksten gefährdeten Vogelarten der Welt.

Aber ein kleines Guam-Eisvogelküken isst glücklich gehackte Mäuse und Grillen, Mehlwürmer und Anolen, nachdem es am 17. Mai im Smithsonian Conservation Biology Institute in Front Royal, Virginia, geschlüpft ist. Das Weibchen ist das erste, das seit vier Jahren in der Einrichtung geschlüpft ist. Laut Smithsonian gibt es weltweit nur etwa 140 Guam-Eisvögel, die alle in Gefangenschaft leben.

Weil die Vögel so territorial sind, ist es schwierig, Brutpaare zu finden. Die Eltern dieses Kükens kamen aus dem St. Louis Zoo zum Institut. Dies war das erste fruchtbare Ei, das sie produzierten. Da die Vögel kein angemessenes Elternverhalten zeigten, entschieden sich die Tierhalter für eine künstliche Inkubation des Eies und ziehen das Küken von Hand auf.

Verfolgung der Entwicklung des Kükens

Das Guam-Eisvogelküken liegt nur einen Tag nach dem Schlüpfen in der Hand eines Tierpflegers. (Foto: Erica Royer / Smithsonian Conservation Biology Institute)

Während der Inkubation strahlten die Tierhalter ein Licht gegen die Eierschale, um zu beobachten, wie das Küken wuchs. Nach 22 Tagen schlüpfte das Küken und wog nur 5, 89 Gramm.

In der ersten Woche fütterten die Tierpfleger das Küken alle zwei Stunden. Sie haben langsam begonnen, die Anzahl der Fütterungen zu verringern. Wenn das Küken 30 Tage alt ist, sollte es bereit sein, das Nest zu beflügeln.

Alle lebenden Guam-Eisvögel stammen von nur 29 Individuen ab. Sie wurden in den 1980er Jahren aus der Wildnis in US-Zoos gebracht, um ein Zuchtprogramm zu erstellen, mit dem die Arten vor dem Aussterben bewahrt werden sollen. Die letzte Sichtung eines Guam-Eisvogels in freier Wildbahn erfolgte 1988 nach Angaben der Nationalen Voliere.

Das Smithsonian Conservation Biology Institute hat 1985 sein erstes Küken geschlüpft. seitdem sind dort 19 Küken geschlüpft. Der Eisvogel von Guam ist die am stärksten gefährdete Art, die am Institut lebt.

So sollte das Küken aussehen:

Die Guam-Eisvögel sehen als Erwachsener mit ihrem vollen Gefieder stattlicher aus. (Foto: Michael Fitzsimmons / Shutterstock)

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